Grand Cru Pesticide

Grand Cru Pesticide

Bitte den nachfolgenden Artikel exemplarisch sehen, er soll zum nach- (um-)denken anregen (auffordern)!

Hier zählt nur der Wein?! …

In Frankreichs konventioneller Landwirtschaft werden 62.700 Tonnen chemisch-synthetische Spritzmittel eingesetzt, 20% davon im Weinbau. In dem investigativen Artikel Grand Cru Pesticide des Journalisten Michel
Bessaguet geht es um den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden und daraus entstehenden
Krankheiten. Im Bordelais, dem französischen „Paradies“ vieler Weinfreunde, bahnt sich Ärger an.

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Marie-Lys Bibeyran, Weinbergsarbeiterin aus Listrac, kämpft seit dem Krebstod ihres Bruders 2009 vor Gericht und bei der Krankenkasse um die Anerkennung seiner Krankheit als Berufskrankheit. Und das ist erst die Spitze des Eisbergs. Pestizide töten nicht nur, sie stehen in Kausalzusam-
menhängen mit Pathologien, die vielleicht 20 Jahre später auftauchen, Gnadenfrist für die Gesundheit. Endokrine Störfaktoren, die zu Missbildungen bei Kindern führen können, werden von Generation zu Generation weitergetragen. Forschungsberichte gibt es bereits, die erblicken meist nicht das Licht der Öffentlichkeit. Epidemiologieforscherinnen stellten fest, dass das Weingebiet von Bordeaux weltweitzu den Regionen mit der höchsten Rate von Gehirntumoren zählt. Hier kommt jede Menge Gift zusammen: 125.000 Hektar bei 10.000 Weingütern, die von April bis 3 Wochen vor der Ernte Ende September im ca. 14-tägigen Rhythmus bespritzt werden. Unmenschliche Produktionsbedingungen, ob Weinbergsarbeiter, Anwohner oder Tourist, dem Sprühregen entkommt kaum einer.

Marie-Lys kämpft mit einer kleinen Gruppe mutiger Gleichgesinnter gegen die Interessen mächtiger Gegner wie die UIPP (Union des industrie de la protection des plantes), Monsanto, Bayer & Co., gegen die MSA (Mutualité sociale agricole), Oganismus zum Schutz der Landarbeiter, gegen die CIVB (Conseil interprofessionnel du vin de Bordeaux). Aber auch gegen das Schweigen der Betroffenen. Fast alle wissen um die Gefahr, viele sind krank, aber reden will keiner. Die Menschen fürchten Repressalien durch die Arbeitgeber und Genossenschaften, außer Wein gibt es hier im Medoc nichts. Marie-Lys Bibeyran veröffentlicht fast täglich im Internet einen Bericht über ihre Auseinandersetzungen …
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